Nach Ewigkeiten schreibe ich mal wieder was und dann geht es nur um Technik-Nerd-Software-Gequatsche. Aber die Idee des Social Web ist – jedenfalls für mich – die eigenen Erfahrungen anderen zugänglich zu machen und damit die verschwendete Zeit, die man selbst aufgebracht hat um an die wichtigen Informationen zu gelangen, für andere zu vermeiden.
Jetzt aber zum Thema: SONGBIRD und iPod
Songbird ist eine soz. iTunes unter GNU Lizenz und besticht wie Firefox durch viele Add-Ons uns ständige Weiterentwicklung. Einziges Manko: kein Support für iPods. Das liegt nicht etwa an mangelndem Willen oder arroganten Gehabe der Entwickler, sondern vielmehr an Apples rigider Software und Lizenz-Politik. Vor einiger Zeit gaben die Entwickler daher das Projekt “iPod device support” auf und gaben den Code zur OpenSource Weiterentwicklung frei – ergo: Ab den neuen Songird Versionen wurde das alte Add-On nicht mehr unterstützt und iPod Besitzer schauten mal wieder in die iTunes Röhre!
Aber begibt man sich (wie ich gestern) auf die verschlungene Suche durch Kommentare, Blogs und Foren , wird diese Arbeit belohnt: ES GIBT DAS SONGBIRD iPOD ADD-ON und zwar hier.
Heiligabend, ca. 15:00 Uhr. Die Familie sitzt “gemütlich” im Wohnzimmer und da erschallt es aus dem Fernseher:“Dein Penis ist zu groß, der passt hier nicht rein”
WTF? Ob das die Programmverantwortlichen wußten?” Ist doch nur eine romantische Komödie mit der süßen Cameron Diaz; die können wir auch Nachmittags zeigen…” Hach herrlich für so einen gemütlichen Familientag (höhö):
Nachdem sich jeder mit jedem vernetzt hat und das unter Angabe so vieler persönlicher Details wie möglich, scheint sich gerade eine Wende zurück zur Internetanonymität anzubahnen. Oder wie ist es zu erklären, dass Dienste wie formspring.me und – gerade neu entdeckt – omegle.com so einen großen Hype erfahren?
Während beim fleißigen Fragenstellen im Springförmchen jedenfalls noch eine Seite bekannt ist, treffen bei omegle.com zwei Fremde in einem rudimentären Text-Chat aufeinander. Das hat das Potential erfolgreich zu werden, denn es erfüllt die Grundbedingung simpel, simpel und nochmals simpel zu sein!
Ich fand es in meinem bisherigen Feldversuch jedenfalls wirklich witzig. Der kleine Plausch mit einem Stranger hat mich auf die Comic-Serie “Freakzoid” aufmerksam gemacht – die ich mir doch gleich mal rein ziehen muss…
Ich habe es seit langem mal wieder geschafft ins Kino zu gehen – und das gleich zwei Mal: Einen überraschend guten Film und die Enttäuschung des Jahres: AVATAR (in 3D) und Paranormal Activity. Der eine begeistert durch unbeschreibliche Bilder, der andere erzeugt nur gähnende Langeweile.
Während AVATAR es schafft über fast drei Stunden sein Popcorn Kino Niveau zu halten und trotz dünner Story auch nach der obligatorischen Pause (bei Filmen in 3D und mit Überlänge) sofort wieder in seinen Bann zieht; glänzt Paranormal Activity lediglich mit seiner kurzen Spielzeit (87 Minuten) und man ist froh, dass der Schwachsinn nicht noch länger geht.
Die Idee ist geklaut (Blair Witch Project), die Charaktere nerven (“Ich schaff das allein Schatz”), die pseudo-realitischen Effekte locken (“Hui, die Bettdecke bewegt sich”) keinen Grusel-Fan hinter dem Ofen vor und das Ende ist so schlecht, wie vorhersehbar. Gott sein Dank war Kinotag und die 6,50 € schmerzen nicht so stark.
Freue mich schon auf Wo die wilden Kerle wohnen – der lief leider nur am Nachmittag, wäre aber die bessere Wahl gewesen. Spike Jonze rulez!